Ein Leitfaden zu den Faktoren, die darüber entscheiden, ob die Zentrifugal-Sprühtrocknung der richtige Weg ist, um einen flüssigen Einsatzstoff in ein Pulver zu überführen.
Die Sprühtrocknung wandelt einen flüssigen Einsatzstoff – ob Lösung, Emulsion, Suspension oder pumpfähige Paste – innerhalb von Sekunden direkt in ein trockenes Pulver um. Der Prozess beruht darauf, die Flüssigkeit in extrem feine Tröpfchen zu zerteilen und diese mit Heißluft in Kontakt zu bringen, sodass die Feuchtigkeit nahezu augenblicklich verdampft und feste Partikel zurückbleiben, die auf den Boden der Trocknungskammer fallen.
Zentrifugalzerstäubung
Zentrifugal-Sprühtrockner nutzen eine schnell rotierende Scheibe am Kopf der Trocknungskammer, die den flüssigen Einsatzstoff nach außen in feine Tröpfchen schleudert. Drehzahl und Scheibendurchmesser beeinflussen die entstehende Tröpfchengrößenverteilung und damit Partikelgröße, Schüttdichte und Fließverhalten des fertigen Pulvers. Dieses Verfahren deckt einen breiten Viskositätsbereich ab und wird häufig dort eingesetzt, wo eine definierte, steuerbare Partikelgrößenverteilung gefordert ist.

Einsatzstoffeigenschaften auf die Prozessparameter abstimmen
Viskosität des Einsatzstoffs, Feststoffgehalt und Wärmeempfindlichkeit beeinflussen, wie ein Sprühtrocknungsprozess ausgelegt werden muss. Die Zulufttemperatur muss für eine schnelle Verdampfung hoch genug sein, bei wärmeempfindlichen Rezepturen aber sorgfältig geführt werden, da die Verweilzeit der Tröpfchen in der Trocknungskammer meist nur wenige Sekunden beträgt. Üblicherweise werden Ablufttemperatur und Feuchtigkeitsgehalt überwacht, um zu bestätigen, dass das fertige Pulver die Zielrestfeuchte erreicht hat.
Da die Sprühtrocknung bei Flüssigkeiten mit moderatem Feuchtigkeitsgehalt häufig separate Mahl- oder Siebschritte überflüssig macht, kann sie eine Produktionslinie erheblich vereinfachen – sofern Einsatzstoff und Zielpulvereigenschaften gut zur Anlagenkonfiguration passen.