Ein direkter Vergleich von Schaufeltrocknern mit Hohlschaufeln und Vakuum-Paddeltrocknern – damit klar wird, welche Ausführung der Rührwerks-Vakuumtrocknung zu einem bestimmten Prozess passt.
Schaufeltrockner mit Hohlschaufeln und Vakuum-Paddeltrockner sind beide indirekt beheizte Rührwerkstrockner nach dem Wärmeleitungsprinzip; ihre mechanische Bauart und ihr Verhalten bei der Materialförderung unterscheiden sich jedoch in Punkten, die bei der Auswahl einer Anlage für einen konkreten Prozess entscheidend sind.
Schaufeltrockner mit Hohlschaufeln
Schaufeltrockner arbeiten mit dicht angeordneten, keilförmigen Hohlschaufeln auf einer oder mehreren Hohlwellen. Das Heiz- oder Kühlmedium strömt durch die Schaufeln selbst, wodurch im Verhältnis zur Grundfläche der Anlage eine sehr große Wärmeübertragungsfläche entsteht. Durch die Keilform ergibt sich beim Drehen der Schaufeln eine selbstreinigende Schabwirkung an der Behälterwand, die Materialablagerungen auf den Wärmeübertragungsflächen verhindert. Diese Bauart eignet sich für den kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Betrieb über ein breites Spektrum pastöser, granulierter und pulverförmiger Materialien, einschließlich Anwendungen wie der Schlamm- und Filterkuchentrocknung, bei denen ein hoher Durchsatz je Volumeneinheit zählt.

Vakuum-Paddeltrockner
Vakuum-Paddeltrockner arbeiten mit einem zentralen Rührwerk, das mit Schaberpaddeln bestückt ist und das Material fortlaufend von der beheizten Mantelwand eines liegenden zylindrischen Behälters abträgt; so entsteht innerhalb der Charge eine umlaufende Strömung. Diese chargenorientierte Bauart wird häufig für Pasten und Pulver gewählt, die eine genaue und schonende Steuerung des Trocknungszyklus verlangen – auch für Materialien, die mit organischer Lösungsmittelrückgewinnung oder unter Niedrigtemperatur-Vakuumbedingungen behandelt werden müssen.

Die richtige Wahl
In der Praxis entscheidet sich die Wahl meist an drei Punkten: Chargen- oder Kontibetrieb, die Wärmeempfindlichkeit des Materials und die Frage, ob eine Lösungsmittelrückgewinnung zum Prozess gehört. Ein kurzes technisches Gespräch über Durchsatz, Zielrestfeuchte und Förderverhalten des Materials genügt in der Regel, um die passende Ausführung zu bestimmen; mitunter ist auch eine Kombination verschiedener Anlagentypen entlang einer Produktionslinie die richtige Lösung.